März 3, 2019

Teil 1: Der IOTA Daten Marktplatz: Eine technische Einführung

Teil 1: Der IOTA Daten Marktplatz: Eine technische Einführung

Sensor Onboarding

https://data.iota.org

Dies ist der erste Teil einer Reihe von technischen Beiträgen, die sich an diejenigen richten, die mehr über die Funktionsweise vom Daten Marktplatz erfahren möchten. In diesem Artikel stellen wir das Sensor-Onboarding vor, erklären wie es richtig konfiguriert wird und erörtern die Einschränkungen der aktuellen Proof of Concept Anwendung.

Um deine Sensoren schnell "Onbord" zu haben, haben wir eine Anwendung mit einigen Codebeispielen entwickelt, die du zur vollständigen Einrichtung verwenden kannst. Dieser Blogpost richtet sich an Entwickler, kann aber eigentlich  von jedem, selbst ohne technischen Hintergrund, nachverfolgt werden.

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Deine Sensoren & Daten

Der Daten-Marktplatz ist eine Plattform für Sensoren, die sich darüber verbinden und Daten miteinander austauschen. Jeder Sensor, der in der Lage ist, Daten zu übertragen und auf einfache Weise regelmäßig Daten (z. B. über eine API) erhalten kann, ist für den Datenmarktplatz geeignet. Um die Daten an den Marktplatz zu übermitteln, müssen Sie lediglich ein Skript ausführen, damit die Daten an das IOTA-Tangle-System übermitteln werden. Das ist die Datenstruktur hinter IOTA.

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Beispiel zu einigen möglichen Sensoren

1. Netatmo Wetter Station

2. Bosch XDK

3. Samsung Artik

4. Nordic Semiconductor Thingy:52

5. Oder einfach ein Raspberry Pi, mit sensor kit

Datenfelder (Data field)

Für jeden deiner Sensoren musst Du die korrekten Datenfelder definieren, damit sie im Tangle gespeichert und dem Käufer auf der Daten Marketplatz-Website angezeigt werden. Beschreibe im Allgemeinen nur die Daten, die du speichern und verkaufen willst. Zum jetzigen Zeitpunkt brauchen wir uns auch noch keine Gedanken darüber zu machen was gemeint ist, wenn man Daten im Tangle speichert. Darauf werden wir in einem späteren Blogpost noch eingehen.

Wenn du teilnehmen möchtest, kannst du dich einfach auf der Dashboard-Seite anmelden. Hier siehst du einen Google OAuth-Anmeldebildschirm. Wenn du auf auf die Schaltfläche 'Mit Google anmelden' klickst, sollte folgende Aufforderung angezeigt werden.

Sobald du angemeldet bist, wird eine Option zum Erstellen eines neuen Geräts angezeigt.

Mit den Standardeinstellungen kannst du bis zu 5 Sensoren pro Konto erstellen. Diese Anzahl kann auf Anfrage auch angepasst werden.

Gib einige grundlegende Informationen zu deinem Sensor ein. Stelle sicher, dass du die Felder ausfüllst, die sich auf die Datenströme beziehen, welche du sammeln möchtest.

Für jeden neuen Sensor bitten wir dich, folgende Informationen anzugeben:

  • Geräte ID (Device iD): Diese ID sollte unter allen vorhandenen Sensoren eindeutig sein und dient als Zugriffsschlüssel beim Kauf eines Datenstroms. Bitte beachte, dass die ID mit einem Buchstaben ([a-z]) beginnen muss, gefolgt von einer beliebigen Anzahl an Buchstaben, Ziffern ([0–9]), Bindestrichen ('-') und Unterstrichen ('_'). Die maximal zulässige Länge beträgt 40 Zeichen.
  • Gerätetyp (Device Type): Ist die eindeutige Beschreibung, damit andere Teilnehmer des Datenarktplazes erkennen, ob der Datenstrom der Sensoren für sie nützlich ist oder nicht. Typische Beispiele: 'Wetterstation', 'Ortungsgerät', 'Ladestation'.
  • Unternehmen (Company): Gib den Namen der Firma an, die den Sensor besitzt und instand hält. Diese Informationen schaffen mehr Vertrauen zwischen Sensorbesitzern und Nutzern des Daten Marktplatzes, die am Kauf des Datenstroms interessiert sind.
  • Ort (Stadt / Land): Diese Informationen helfen dabei zu erkennen, ob die Sensordaten für den Einkauf relevant sind. Einige Nutzer könnten beispielsweise daran interessiert sein, Datenströme von Wetter- oder Umweltsensoren nur in einer bestimmten Region zu kaufen
  • GPS-Koordinaten (Breitengrad/Längengrad): Du kannst einen Dienst wie https://www.gps-coordinates.net/ verwenden, um die richtigen GPS-Daten für deinen Sensor zu erhalten. Es werden Koordinaten akzeptiert, mit einer bestimmten Anzahl von Ziffern ([0–9]), denen ein Bindestrich ('-') für einen negativen Wert und ein Dezimaltrennzeichen ('.') vorangestellt werden könnte. Bitte gib keine Buchstaben oder Sonderzeichen ein.
  • Preis des Datenstroms: Hier kannst du die Kosten für die Sensordaten festlegen. Wir schränken euch nicht bei der Definition des Wertes ein. Beachte jedoch, dass ohne Vorschau- und Rückerstattungsoptionen nur wenige Kunden bereit sein werden, ein Vermögen für deinen Datenstrom zu bezahlen. Andererseits kann die Einstellung eines sehr niedrigen Preises dazu führen, dass die gesamte Menge aller Zahlung unter 0,0001 Cent liegt.‌‌‌  
Wir empfehlen dir, den aktuellen Preis von 1 MIOTA zu überprüfen, der i1.000.000 (eine Million) IOTA-Token entspricht.

Wir empfehlen, dass du den Preis abhängig von den Kosten für Wartung und Instandhaltung des Sensors, auf 1.000 bis 50.000 IOTA festsetzt.
  • Datenfelder (Data Fields) : Das ist der entscheidende Teil der Sensorkonfiguration. Bitte gib Informationen zu allen Parametern an, die vom Sensor erfasst und im Tangle gespeichert werden. Du kannst auch Felder hinzufügen oder entfernen, indem du die Tasten (+) und (x) auf der rechten Seite drückst.

Parameterinformationen bestehen aus 3 Feldern:

  • Feld-ID (Field-ID): Diese ID sollte eindeutig sein und für alle anderen Parameter des jeweiligen Sensors gelten. Bitte beachte, dass die ID mit einem Buchstaben ([a-z]) beginnen muss, gefolgt von einer beliebigen Anzahl von Buchstaben, Ziffern ([0–9]), Bindestrichen ('-') und Unterstrichen ('_'). Die maximal zulässige Länge beträgt 40 Zeichen.
  • Feld-Name (Field Name): Beschreibung des Parameters im Textform, der den Zweck des Feldes angibt. Die maximal zulässige Länge beträgt 40 Zeichen.
  • Feldeinheit (Field Unit) : Das sind physikalische Größen und Einheitenabkürzungen, hauptsächlich im Internationalen Einheitensystem (SI). Es kann auch eine Einheit von Umgebungsmessungen sein, wie Luftfeuchtigkeit, Luftqualität, Niederschlag, Windgeschwindigkeit oder Windrichtung. Bitte halte die Länge dieses Feldes von max. 20 Zeichen ein.

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Das folgende Beispiel beschreibt einen Sensor, der Star Wars-Fahrzeuge erkennt, wenn sie die Basis durchfahren und dabei Fahrzeugdaten an das Tangle übermitteln.

Fahrzeugdaten, die erfasst werden sind: Fahrzeugname, Modell, Hersteller und Fahrzeugklasse. Alle anderen Daten können dem Datenset hinzugefügt werden. Zur Vereinfachung verwenden wir diese 4 Parameter.

Nachdem du die Daten übermittelt hast, wird der Sensor deinem Konto hinzugefügt. Von diesem Punkt aus kannst du auf die Daten zugreifen, indem du auf die Sensor-ID klickst.

Jede Sensorkarte enthält am unteren Rand einen Link 'Download Publish Script'. Dieser Link generiert eine Reihe von Dateien, die alle erforderlichen Einstellungen für einen ausgewählten Sensor enthalten und Verwendungsbeispiele sowie eine Dokumentation zum Speichern von Daten im Tangle enthalten. Im nächsten Blogpost werden wir auf die Verwendung dieses Skriptes eingehen.

In der neuen Version der Anwendung werden alle deine eigenen Sensoren automatisch der Liste deiner gekauften Sensoren hinzugefügt. Du musst also keinen Datenstrom deines eigenen Sensors erwerben. Bitte beachte, dass dies für zuvor hinzugefügte Sensoren nicht gilt.

Du kannst übrigens auch einen Sensor entfernen. Bitte beachte jedoch, dass dadurch auch die mit dem Sensor verknüpfte Wallet Seed entfernt wird. Das bedeutet, dass du keine Möglichkeit mehr hast die Beträge abzuheben, die auf den Seed übertragen wurden.

Das war's für heute!

In den nächsten Artikeln werden wir erläutern, wie du mithilfe eines automatisch generierten Skripts neue Sensordaten im Tangle veröffentlichen kannst und kurz darauf werden wir über Masked Authenticated Messaging sprechen. Wir werden auch die Verwendung von Firebase von Google besprechen. Das ist die Cloud-Backend-Infrastruktur hinter der Anwendung des Daten Marktplatzes.


Quelle: https://blog.iota.org/iota-data-marketplace-tech-intro-d54b29774f1a-d54b29774f1a