August 8, 2019

IOTA Insights - Teil 3 - Standardisierung

IOTA Insights - Teil 3 - Standardisierung

Am 30. Juli 2019 fand das erste IOTA Insights statt. IOTA Insights ist ein vierteljährliches Gesprächsformat mit Menschen aus dem IOTA-Ökosystem, in dem über Fortschritte, aufregende Neuigkeiten und Aktuelles innerhalb und rund um die IOTA-Stiftung berichtet wird. Jede Insight-Reihe bietet alten und neuen Community-Mitgliedern wertvolle Informationen sowie eine Plattform, die wichtige Diskussionen anregen kann.

Wir haben das Ganze für euch zusammengefasst und übersetzt. Das erste Insight besteht aus 5 Teilen:

Dies ist der dritte Teil unserer Reihe, in dem Richard euch einiges über Standardisierung erzählt. Viel Spaß!


Standardisierung - Richard Soley

Solltet ihr Richard Soley noch nicht kennen habt ihr jetzt nochmals die Chance dazu, denn Richard ist in seiner Präsentation nochmals genau auf seine Erfahrungswerte und seine Positionen in international tätigen Organisationen eingegangen.

Soley greift mitlerweile auf 30 Jahre Standardisierungserfahrung zurück. Nach seinem "Computer Science and Engineering" Studium sowie seines Ph.D am MIT (Massachusetts Institute of Technology) ist er seit 1989 bei der Object Management Group (OMG) tätig. Zuerst als Technical Director und später als Chairman/CEO war er für die Standardisierung verschiedener technologischer Erfindungen wie beispielsweise dem UML (Unified Modeling Language) Standard, welcher international bei der Modellierung von Abläufen und Prozessen zwischen verschiedenen Systemen (z.B. zwischen Krankenhäusern oder Banken) eingesetzt wird. Die OMG Group ist ein Konsortium einer großen Anzahl von international agierender Unternehmen, die sich zusammengeschlossen haben, um gemeinsam Standards bei neuen, technologischen Errungenschaften festzulegen. Hier könnt ihr die aktuelle Liste aller Mitglieder sehen.

Des Weiteren gehört Soley zu den Gründern des Industrial Internet Consortiums (IIC), das er als Executive Director mit führt. Das IIC ist eine im Jahr 2014 gegründete Organisation, die sich zur Aufgabe gemacht hat, das industrielle Internet der Dinge für alle verständlich darzustellen und den Unternehmen das große Potential dieses Bereichs näher zu bringen.

Nach eigenen Aussagen beschäftigt Richard sich nun seit über zwei Jahren mit Distributed-Ledger-Technologien und hat sich mit vielen verschiedenen Projekten in diesem Bereich auseinandergesetzt, doch keine scheinte die wichtigen Probleme im Industriebereich zu lösen. Entweder waren sie zu langsam, zu teuer oder durch riesige Datenbanken, die zuerst heruntergeladen werden müssen, zu unpraktisch.
Doch dann traf er vor ca. eineinhalb Jahren Dominik Schiener, der ihm von IOTA erzählte und er war sofort begeistert von der Lösung, die sich ihm und der Industrie damit aufgetan hat. Kurze Zeit später schloss er sich dann, neben seinen anderen Aufgaben, dem Supervisory Board der IOTA Foundation an.

Seine Hauptaufgabe besteht darin, IOTA zur Anwendung zu verhelfen und dazu braucht es nach seinen Angaben zwei Dinge:
1. "Well defined use cases" - Gut definierte Anwendungsfälle
2. Open source & open standard -
Besonders der zweite Punkt sei dabei besonders wichtig. Jede(r) muss in der Lage sein eine Lösung für das eigene Unternehmen entwickeln zu können (open source), jedoch braucht es einen Standard um zu gewährleisten, dass die zumeist geschlossenen Firmensysteme auch international interoperabel (kompatibel) mit Anderen sein werden. Seiner Erfahrung nach gäbe es nicht einen einzigen Fall in dem Beides (open source & open standard) erfüllt wurde und danach keine Anwendung dieser Technolgie in der Praxis erfolgte.

"Adoption is what makes technologies work." - Richard Soley, OMG Group, IIC,  IOTA Foundation

Nach eigenen Erfahrungen dauert es laut Soley rund 17 Monate, bis der Standardisierungsprozess abgeschlossen sein wird und da IOTA sich schon im dritten Monat befindet, rechnet er damit, dass IOTA gegen Ende 2020 offiziell von OMG und eventuell auch von ISO (International Organization for standardization) standardisiert sein wird.

Der nächste Schritt wird dann sein, dass IOTA nicht nur von seiner eigenen Stiftung zugänglich (open source) gemacht wird, sondern auch von bekannten internationalen Organisationen/Stiftungen. In diesem Bereich wird es aufregende Ankündigungen innerhalb der nächsten Monate geben.


Quelle: Youtube
Autor: Kai Neuschwander (Kaineahnung#5257)

Im nächsten Insight erzählt uns Dominik Schiener alles Wichtige Rund ums Thema Zukunft von IOTA.

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