Oktober 16, 2019

Projekt der Woche: Deposy

Projekt der Woche: Deposy

Dieses Mal stellen wir euch im Projekt der Woche das Projekt Deposy vor.

Was ist Deposy?

Deposy ist ein innovatives Pfandsystem und ein neuer Weg, mit Müll umzugehen. Modernste Technologie macht einen effektiveren Umwelt- und Klimaschutz möglich. Das Deposy System ist im globalen Betrieb wie auch im kleinen Maßstab sozialverträglich.

Interview

Die Fragen des Interviews wurden vom Deposy-Team beantwortet.

Beschreibt bitte das Projekt kurz und einfach

Mit Deposy wollen wir die Abfallverwertung neu definieren. Ziel ist es, die Verpackungen sortenrein zu sortieren. Um das realisieren zu können, wollen wir den Menschen einen finanziellen Anreiz geben, die Plastikverpackungen zurückzubringen oder aus der Umwelt zu sammeln.

Wie ist die Idee dazu entstanden?

Die Idee dazu hatte Markus Gebhardt, welcher im Sommerurlaub von der immensen Umweltverschmutzung an einem Strand schockiert war und sich dann Gedanken gemacht hat wie man die globale Müllflut etwas eindämmen könnte. Auf seinem Blog public IOTA hat er dann seine Idee niedergeschrieben und nach Unterstützern für das Projekt gesucht. So kam unser kleines, motiviertes Team zustande.

An welche Zielgruppe ist das Projekt gerichtet?‌‌

Vorteil für Unternehmen, die ‘Deposy‘ nutzen

  • Marketing (Umweltbewusstsein, Imagegewinn)
  • Verpflichtung zur CO2 neutralen Produktion bis 2050
  • Ressourcenschonung
  • In manchen Bereichen: Pfandsystem spart Herstellkosten
  • Förderprogramme vom Staat
  • Erfüllung gesetzlicher Auflagen

Vorteil für diejenigen, die teilnehmen

  • Finanzieller Vorteil (Pfand) –evtl. größere Pfandrückgabe als Einzahlung
  • Gutes Gewissen (Umweltbewusstsein)
  • Pluspunkt bei individueller CO2-Steuer

Volkswirtschaftliche Vorteile

  • Volkswirtschaftliche Kosten (40 Mrd. pro Jahr)
  • Erreichung der nationalen / internationalen Klimaziele CO2-Neutralität
  • Gesundheitliche Folgen

Auf welche Vision stützt sich das Projekt?‌‌

Das Projekt ‘Deposy‘ will durch ein speziell entwickeltes Pfandsystem einen sortenreinen Plastikmüll erhalten und außerdem den Menschen einen Anreiz zum Sammeln und Sortieren geben. Somit hoffen wir die globale Müllflut etwas einzudämmen.

Hat das Projekt konkrete Ziele? Wenn ja, welche?

CO2-Emissionen

Deposy kann dafür eingesetzt werden, dass wiederverwendbares Plastik eingesammelt wird und einer tatsächlichen Wiederverwendung zugeführt wird. So zum Beispiel bei einem Einsatz von Kunststoffbechern, falls die ökologische Gesamtbilanz sinnvoll ist und es so zu einer deutlichen CO2-Einsparung kommt. Weiterhin kann es zur Abgabe von sortenreinen Plastikmüll führen, der einem sinnvollen Recycling zugeführt werden kann. Recycling schont nicht nur unsere natürlichen Ressourcen, indem es wertvolle Rohstoffe zurückgewinnt, es entlastet auch das Klima. Der Einsatz von Sekundärrohstoffen senkt den Energiebedarf in der Produktion von Plastikprodukten um bis zu 50 Prozent. Zum Klimaschutz trägt ebenso bei, dass Hersteller dank hochwertigem Recyclat auf neues Plastik aus Rohöl verzichten können. Beides schlägt sich positiv in der CO2-Bilanz nieder. So kann ‘Deposy‘ dazu beitragen die gesetzten Klimaziele zu erreichen.                                                                    

Technischer Teil

Wo werden IOTA Technologien eingesetzt?

IOTA wird für die Zahlungen eingesetzt da hier Transaktionsgebühren vermieden werden, außerdem wird die Übertragung und Validierung der Produktdaten über das Tangle abgewickelt. So erhalten die Kunststoffverpackungen eine art Identität die unveränderbar festgehalten wird.

Welche IOTA Technologien werden benutzt? (Bibliotheken, Tools, etc.)

Trinity Wallet, selektive Permanodes und die Python Bibliothek Pyota stehen momentan im Fokus. Im Laufe der Entwicklung kann jedoch noch einiges hinzukommen.

Welche Hard- und Software wird sonst noch verwendet?

Wir bauen unseren Prototypen gerade auf einem Raspberry Pi als Python Programm und haben für die Erfassung der QR Codes zwei Kameras gewählt, eine mit Infrarot und eine normale Webcam, das Ganze übertragen wir an einen externen Bildschirm. Außerdem ziehen wir noch externe Möglichkeiten von unseren Partnern, wie eine API von Omoku und eine Hard/Software Lösung von Lidbot in betracht.

Wurden andere DLT’s abgewegt?

Nein, wir waren von Anfang an von IOTA und den technologischen Möglichkeiten überzeugt.

Was ist der Hauptgrund, für die Wahl von IOTA?

Das entwickelte System basiert auf den für diesen Zweck gänzlich passenden Eigenschaften von IOTA, einer Distributed Ledger Technologie. IOTA ist eine junge Kryptowährung, die einen schnellen, sicheren und kostenlosen Transfer von Daten und Finanzen ermöglicht. Ein herkömmliches System, welches über Banken abgewickelt würde, könnte würde den Ansprüchen an das System nicht gerecht werden. Die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Implementierung ist die Skalierbarkeit ohne exponentiell steigende Kosten, die Transparenz des Systems sowie die dezentrale, sichere Steuerung der Prozesse. Es könnten Mikrozahlungen zusammen mit einem Datenaustausch durchgeführt werden.

Die Geschichte

Wer steckt hinter dem Projekt?

Die Grundidee zu unserem System kam von Markus Gebhardt, gemeinsam mit dem Team das über Telegram entstanden ist, arbeiten wir diese nun aus und versuchen in unserem Prototyp die bestmöglichen Ideen umzusetzen.

Welche Kenntnisse und Erfahrungen habt ihr?

In unserem Team gibt es viel Wissen. U.a. sind wir Ingenieure, Entwickler, Projektmanager, Elektronik-Spezialisten, Designer und Nachhaltigkeits-Experten.

Was hat euch motiviert, das Projekt voranzubringen?                       Was motiviert euch dazu, das Projekt fortzuführen?

Unsere Leidenschaft zur IOTA Technologie und dem Wunsch eine nachhaltige Welt mitzugestalten treibt uns an immer wieder das Beste aus uns heraus zu holen. Das positive Feedback als wir mit der Idee an die Öffentlichkeit gingen, hat uns nochmal zusätzlich angestoßen Vollgas zu geben.

Kann die Community euch helfen? Wenn ja, wie?

In erster Linie ist es wichtig die Idee zu verbreiten und die breite Masse dafür zu sensibilisieren. Außerdem sind wir zurzeit noch auf Spenden angewiesen, um für die anfallenden Kosten und einen ersten Prototyp aufkommen zu können. Konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge sind natürlich auch jederzeit willkommen. Wir wollen uns auch an einigen bereits bestehenden Ideen der Community bedienen, wie unter anderem AION (selektive Permandodes) die von Olaf van Wijk entwickelt werden. (https://ecosystem.iota.org/projects/aion)

Zusammenfassend…

Deposy bietet einen Anreiz zum Abgeben der genutzten Verpackung. Beim Kauf eines mit einem besonderen QR-Code ausgestatteten Produktes wird ein zusätzliches Pfand erhoben. Nach dem Gebrauch kann es an einem Deposy Automaten abgegeben werden. Wer es zurückbringt, erhält das Pfand z.B. als IOTA Auszahlung auf sein Wallet (digitale Brieftasche). Über Kooperationspartner kann der Betrag auch in Landeswährung auf sein Konto ausgezahlt werden.

Website: ‌ www.deposy.org/‌‌ ‌
Twitter: ‌https://twitter.com/deposyproject