August 30, 2019

Rückblick auf das erste IOTA Meetup in Saarbrücken

Rückblick auf das erste IOTA Meetup in Saarbrücken

Gestern, am 28.08.2019 fand das erste IOTA Meetup im Saarland statt. Die Veranstaltung wurde vom Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (kurz ZeMA) und dem Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum veranstaltet. Das ZeMA ist eine gemeinnützige GmbH, die das Ziel anstrebt, mit Entwicklungspartnern den Technologietransfer von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen in praktische Prototypen zu ermöglichen. Organisiert wurde das Ganze von Tobias Masiak und einigen ZeMA Mitarbeitern.

Zu den Vortragenden gehörten:

  • Dominik Schiener, IOTA Foundation, Live per Videochat
  • Tobias Masiak, ZeMA
  • Daniel Trauth, RWTH Aachen
  • Alexander Trebing, Cretec GmbH

Neben den Vorträgen gab es zusätzlich einige Live Use Case Präsentationen im beeindruckenden Ausstellungsbereich des ZeMAs. Das EinfachIOTA-Team war natürlich vor Ort und wir haben für euch einige Bilder mitgebracht. Viel Spaß!

Begrüßung und Vortrag von Dominik Schiener

Tobias hielt das Grußwort, beschrieb kurz die Aufgaben des ZeMA und ehrte die Sponsoren des Events,  insbesondere ist hier das Kompetenzzentrum Saarbrücken - Mittelstand 4.0 zu nennen.

Danach bekam Dominik Schiener, Co-Founder der IOTA Foundation das Wort. Sein Videostream wurde von zwei Beamern auf die Wand projiziert und er beschrieb die Grundprobleme von Vertrauen in der heutigen Gesellschaft und von Datensilos. Danach zeigte er die Lösungen dieser Probleme durch IOTA und dem Tangle auf.  


ZeMa IOTA Prototyp

Der zweite Vortrag des Abends handelte vom IOTA Prototypen des ZeMAs. Der entwickelte Prototyp konnte Sensordaten über das Protokoll MQTT empfangen, diese dann in das Tangle senden und alles auf einem eigens dafür programmierten Dashboard anzeigen. Als Beispiel wurden hier die bekannten Bosch XDK110 benutzt.
Auch ein echter Anwendungsfall wurde beschrieben. Bei dem Flugzeugbau werden bestimmte Teile von beiden Seiten genietet - dafür brauch man zur Zeit noch zwei Personen - eine auf jeder Seite. Das ZeMA hat an einem Forschungsprojekt einen dieser Personen, durch einen Roboter auswechseln können. Natürlich kann ein Roboter auch Fehler machen und das muss später nachvollzogen werden können. Dafür werden die Daten gespeichert und man kann herausfinden, welcher Roboter wann und bei welche Niete beteiligt war. Um diese Daten Fälschungssicher zu machen, sollen sie im Tangle gespeichert werden, damit sie auch für Endkunden einsehbar sind.


Industrial IOTA Lab am WZL der RWTH Aachen

Nach einer kurzen Pause trat Daniel Trauth auf die Bühne. Er präsentierte den Feinschneideprototypen des Industrial IOTA Labs an der RWTH Aachen und legte einige Pläne für die Zukunft offen. Wir halten uns hier kurz, denn Daniel hat seinen Use Case, die nächsten Ziele sowie die Zukunftspläne bereits ausführlich auf Medium beschrieben und wir konnten ihn im Rahmen des IOTA Meetups zusätzlich für ein Interview gewinnen, auf das ihr euch in den nächsten Tagen freuen dürft.

Auszug aus der Präsentation von Daniel Trauth

Cretec GmbH

Den letzten Vortrag hielt Alexander Trebing von der Cretec GmbH. Neben der Präsentation hatte das Cretec Team auch einen Prototypen dabei. Um diesen zu sehen, mussten wir allerdings in die Ausstellungshalle gehen. Dort war ein Roboterarm ausgestellt, der Teile (hier Medikamente) aus einer Schublade elegant herausholte und sie vor zwei Kameras hielt. Diese erkannten das Medikament durch eine spezielle Bildverarbeitungssoftware und die Daten wurden, inklusive der Hashs der Bilder, im Tangle gespeichert. Echt beeindruckend!

In der Halle wurden auch die Machine2Machine Payment Demo von Akita vorgestellt. Ein virtuelles Labor zur Veranschaulichung der Machine Economy. Auf m2m.akitablock.io könnt ihr den Anwendungsfall sogar selbst testen!

Ein weiteres sehr interessantes Projekt, das auch vom Saarland mit entwickelt wird, war Lidbot. Lidbot ist ein kleiner Sensor, der Abstände messen kann. Ganz konkret von Müll. Er wird oben am Deckel eines Mülleimers befestigt und meldet den Füllstand in das Tangle. So weiß man, wann welcher Mülleimer voll ist und geleert werden muss. Dies bringt z.B. Städten und Gemeinden den Vorteil, die Arbeitswege optimieren zu können und weniger Ressourcen und Geld für die Müllentsorgung in die Hand nehmen zu müssen.

Das war's vom ersten IOTA Meetup im Saarland.
Vielen Dank an die Veranstalter und an alle, die da waren!
Wir sehen uns dann bei der nächsten Veranstaltung.

Für alle die es bis hierher geschafft haben noch eine kleine Überraschung: Möglicherweise gibt es bald noch einige Bewegtbilder vom Meetup ;)

UPDATE: Das Video ist fertig!


Du bist auch aus dem Saarland und IOTA Enthusiast? Melde dich doch bei uns, wir bauen grade eine IOTA Community im Saarland auf! Schau mal vorbei https://iota.saarland/ und melde dich bei uns im Discord, wenn du mitmachen willst!

Auch Daniel war beeindruckt vom vorgestellten Use Case und musste gleich ein Foto davon machen ;)

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Autoren: Sebastian Heußer, Kai Neuschwander