Was ist der Coordinator?

Da es bei IOTA kein sogenanntes Mining gibt, wird eine hohe Dezentralität im späteren Verlauf der Entwicklung gewährleistet. Da IOTA aber noch in der Entwicklung steckt, benötigt es aktuell eine Art Polizei, welche das Netzwerk beschützt. Die Polizei des Tangles ist dabei der Koordinator.

Ohne den Coordinator könnte ein Angreifer zum jetzigen Zeitpunkt einfach viele eigene Nodes erstellen und damit versuchen bösartige Transaktionen zu erstellen. Da gibt es z. B. den sogenannten 51%-Angriff, eine kurze Erklärung dazu findet ihr am Ende der Seite.

Der Coordinator erstellt jede Minute sogenannte Meilensteine (Transaktionen mit einer Unterschrift). Dabei werden alle Transaktionen direkt oder indirekt durch die vom Coordinator herausgegeben Meilensteine validiert und gelten dann als bestätigt.

Der Coordinator bestätigt somit zwar die Transkationen im Netzwerk, kann aber selbst die Konsensregeln nicht brechen, da diese von den Nodes selbst überprüft werden. Genauso kann der Coordinator nicht benutzt werden um neue IOTA-Tokens zu erschaffen oder bestehende IOTA-Tokens zu entwenden, da diese wie oben beschrieben von den Nodes überwacht wird. Dies führt dazu, dass der Einfluss des Coordinators im Netzwerk eingeschränkt ist.

Der Coordinator selbst besitzt eine eigene eindeutige Adresse, welche in der IOTA-Referenzimplementierung (IRI) fest programmiert ist. Die Adresse lautet:

KPWCHICGJZXKE9GSUDXZYUAPLHAKAHYHDXNPHENTERYMMBQOPSQIDENXKLKCEYCPVTZQLEEJVYJZV9BWU

Der Standort des Coordinators, sowie der Quellcode sind zum Schutz des IOTA-Netzwerkes nicht öffentlich.

Jeder Milestone hat eine eindeutige Indexnummer, zum Beispiel: 813831

Wie ist die Zukunft des Coordinators?

Für die Zukunft ist es geplant, dass der Coordinator abgeschaltet wird und das IOTA-Netzwerk somit komplett dezentral und eigenständig ist. Dieses erfordert aber noch eine gewisse Entwicklungszeit und Änderungen an der IRI.

Ein großer Faktor sind dabei die lokalen Schnappschüsse, welche derzeit nur von der IOTA Foundation global ausgeführt werden können und zu einem STOP und Ausfallzeit des Netzwerkes führen.

Das Ende des Coordinators ist leider noch nicht in Sicht. Sollte die Zeit dafür aber kommen, bedeutet es einen weiteren großen Meilenstein in der Geschichte von IOTA!

Der 51%-Angriff bei Blockchains

Jedes System besitzt Sicherheitslücken und ist somit verwundbar. So wäre es zum Beispiel möglich die Bitcoin-Blockchain zu manipulieren, indem man eine Rechenleistung (Hashrate) von 51% der Gesamtenrechenleistung aller Miner der Bitcoin-Blockchain aufbringen. Die Kosten eines solchen Manipulationsversuch werden auf ca. 25 Milliarden US Dollar geschätzt (die Kosten für Hardware und Strom).

Gerade die Mining-Pools sind dabei eine große Gefahr für Blockchains, da sie über viele Miner verfügen, welche sich durch die hohe Gesamtrechenleistung des Pools einen höheren Ertrag versprechen. Diese Pools könnten somit auch versuchen auf die 51% der Gesamtrechenleistung zu kommen und somit die Blockchain zu manipulieren.

Die 51%-Attacke ist bei IOTA nicht möglich, da es bei IOTA kein Mining gibt und auch ein Angriff durch eine Mehranzahl von Nodes mit dem Versuch von bösartigen Transaktionen durch den Coordinator verhindert werden.